Spanien vs. EZB

in Allgemein, 25.07.2014

In der Rubrik “Top und Flop” stellen wir wöchentlich wirtschaftliche Highlights und Tiefschläge vor. 

TOP

Endlich eine gute Nachricht aus Spanien: Nach sechs Jahren Wirtschaftskrise werden wieder Arbeitsplätze geschaffen. Die Zahl der Arbeitslosen ist im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal um über 300.000 gefallen. Wie das nationale Statistikinstitut (INE) mitteilte, sank die Arbeitslosenquote damit um 1,4 Punkte auf 24,5 Prozent. Nahezu alle neuen Stellen wurden in diesem Jahr in der Privatwirtschaft geschaffen.

Vor allem das Tourismusgewerbe trug zu der positiven Entwicklung bei. Der öffentliche Dienst dagegen kaum, hier wurden nur knapp 9.000 Stellen geschaffen. Die Zahl der Beschäftigten stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 Prozent auf 17,4 Millionen. Allerdings hat Spanien immer noch eine der höchsten Arbeitslosenquoten unter den Industrieländern weltweit.

FLOP

Die Europäische Zentralbank (EZB) ist Opfer eines Hackerangriffs geworden. Die Datendiebe erbeuteten 20.000 E-Mail-Adressen und weitere Kontaktdaten von Personen, die sich auf der Internetseite des Instituts für Veranstaltungen angemeldet haben. Interne Systeme oder für die Märkte sensible Daten seien jedoch nicht betroffen, teilte die Bank mit.

Die Verantwortlichen bemerkten den Angriff erst, als Erpresser mittels einer anonymen E-Mail Geld für die geklauten Daten forderten. Besonders sensibel ist das Thema, weil die EZB im Oktober die Aufsicht über die Großbanken in der Euro-Zone übernimmt. Deshalb unterzieht sie die Banken derzeit einem Stresstest. Dabei hat die EZB mit einer Menge hochsensibler Daten zu tun. Wenn solche Daten an die Öffentlichkeit kämen, hätte das schwerwiegende Folgen.

Die Tops und Flops der vergangenen Wochen finden Sie im Archiv.
Redaktion: Julia Willich

 


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